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| 06.10.2022

So will Amstetten Energie sparen und Versorgung sichern

Bürgermeister Christian Haberhauer mit Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder.
Bürgermeister Christian Haberhauer mit Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder.

LED-Umstellung, neue Licht- und Wärmekonzepte, Förderungen: „Wir wollen Energiesparen und gleichzeitig unabhängiger von Öl- und Gas werden“, erklärt Bürgermeister Christian Haberhauer.

„Wir beobachten die Situation am Energiemarkt seit Monaten ganz genau und haben parallel Konzepte entwickelt. Dazu wurde einerseits eine interne Arbeitsgruppe im Rathaus eingerichtet, andererseits sind wir im laufenden Austausch mit Unternehmen, Behörden sowie diversen Organisationen und Vereinen“, erklärt Bürgermeister Christian Haberhauer.

„Unsere Konzepte beginnen bei kurzfristigen Maßnahmen – wie dem Energiesparen, und enden bei langfristigen Maßnahmen – wie der gezielte Umstieg auf Erneuerbare Energien“, so Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder.

Energiesparen: Die kurz- und mittelfristigen Maßnahmen der Stadt

„6.500 Lichtpunkte im Stadtgemeindegebiet werden auf energieeffiziente LEDs umgestellt. Das Konzept ist gerade in der Endausarbeitung“, berichtet der Bürgermeister.

„Über alle Veranstaltungsstätten der AVB Kultur- und Freizeit GmbH, von der Johann-Pölz-Halle über die Eishalle bis hin zum Schloss Ulmerfeld, wird ein neues Licht- und Wärmekonzept ausgerollt. In einzelnen Bereichen wird eine Reduktion von bis zu 20 Prozent angestrebt“, so Haberhauer.

„Die Einschaltzeit der Weihnachtsbeleuchtung wird um bis zu 25 Prozent reduziert. Der Christbaum am Hauptplatz erhält eine neue stromsparende LED-Beleuchtung“, blickt Vizebürgermeister Hörlezeder in Richtung Vorweihnachtszeit.

In wenigen Tagen erfolgt der Spatenstich für den neuen zentralen Bauhof. Durch die Zusammenlegung der Bauhöfe ergibt sich ein hohes Energiesparpotential.

„Die Maßnahmen werden laufend evaluiert und wenn nötig angepasst“, erklärt Hörlezeder.

Energiesparen: Die langfristigen Maßnahmen der Stadt

Neben Energiesparmaßnahmen will die Stadt Amstetten den Umstieg zu alternativen Energieformen fördern. „Hier haben wir erste wichtige Schritte gesetzt. Im 1. Halbjahr erzeugte die Stadtwerke über 425.000 kWh Strom aus PV-Anlagen. Das ist eine Steigerung von 33 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2021“, so Haberhauer.

„Die Rückmeldung für unsere Förderangeboten sind sehr positiv, deshalb wurden die Fördertöpfe für die Errichtung von PV-Anlagen, Heizkesseltausch oder Ankauf von Elektrofahrzeugen in diesen Bereich um insgesamt 63.000 Euro erhöhen. Zuvor waren dafür rund 100.000 Euro budgetiert. Heuer wurde zudem die Förderung zur Errichtung von Hackschnitzelheizungen, Pelletsanlagen und Stückholzkessel mit Pufferspeicher von 300 Euro auf 500 Euro erhöht“, berichtet Vizebürgermeister Hörlezeder.

Amstetten ist zudem Raus-aus-dem-Öl-Gemeinde. „Alle Gebäude der Stadt sind mittlerweile unabhängig von Öl“, so Hörlezeder.

Versorgung sichern

„Bei allen Überlegungen geht es immer auch um die Versorgungsicherheit“, berichtet Haberhauer und verweist etwa auf neue Notstromaggregate beim Gemeindeabwasserverband (GAV) und die Errichtung eines neuen Umspannwerkes. „Versorgungsicherheit betrifft nicht nur Strom und Gas, sondern auch Wasser“, betont er und berichtet über den neuen Hochbehälter samt Füllleitung bei der Südhangsiedlung. „Ein Mega-Projekt – allein die Füllleitung von Wassering ist über 2 km lang. 9 Millionen Liter Wasser werden hier gespeichert – das entspricht über 50.000 Badewannen“, so der Bürgermeister.

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