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| 25.03.2024

Netz NÖ: Umspannwerk wird modernisiert

Stadtrat Heinz Ettlinger, Leiter Netz NÖ Service Center Amstetten Johann Eßletzbichler, Bürgermeister Christian Haberhauer, Netz NÖ Projektleiter Markus Schaberger, Stadtwerke Amstetten Leiter Stromverteilung Michael Ostermann präsentieren eine Tafel mit Fotos des Umspannwerkes
Foto (Netz NÖ / Matejschek): Stadtrat Heinz Ettlinger, Leiter Netz NÖ Service Center Amstetten Johann Eßletzbichler, Bürgermeister Christian Haberhauer, Netz NÖ Projektleiter Markus Schaberger, Stadtwerke Amstetten Leiter Stromverteilung Michael Ostermann
 

„In der Schillerstraße befindet sich das „Herz der Stromverteilung“ für Amstetten und die umliegenden Regionen“, erzählt Bürgermeister Christian Haberhauer. Bereits 1901 wurde dort das Wasserkraftwerk der Stadtwerke Amstetten in Betrieb genommen. Das Umspannwerk der Netz NÖ kam dann 1928 gleich daneben. Bisher war es vor allem dafür verantwortlich, Amstetten verlässlich mit Strom zu versorgen. In den letzten Jahren diente es auch immer stärker dazu, lokal erzeugte Stromüberschüsse aus PV-Anlagen ins überregionale Netz einzuspeisen. Für beide Aufgaben werden die Kapazitäten aber in naher Zukunft ausgeschöpft sein. „Die Stadtwerke Amstetten und Netz NÖ haben deswegen gemeinsam in die Zukunft geblickt“, schildert Michael Ostermann, Leiter Stromverteilung bei Stadtwerke Amstetten.

Der Zeitplan im Umspannwerk

„Nach über 60 Jahren Betrieb wird unser Umspannwerk am bestehenden Standort neu gebaut“, erzählt Netz NÖ Projektleiter Markus Schaberger. Bereits im Jahr 2022 haben Netz NÖ und Stadtwerke Amstetten neue Mittelspannungs-Schalthäuser errichtet. „Ab April starten wir nun die Operation am offenen Herzen“, so Schaberger weiter. Ein Provisorium wird für den Zeitraum des Neubaus die Versorgung übernehmen und noch 2024 wird die alte Anlage komplett demontiert. In den folgenden 2 Jahren kommt alles neu und mit Ende 2026 soll das neue Umspannwerk wieder den Betrieb übernehmen. „Zusätzlich zur Modernisierung des Umspannwerkes werden laufend sowohl die Mittelspannungs- als auch Ortsnetze verstärkt“ erklären Ostermann und Johann Eßletzbichler, Leiter des Netz NÖ Service Centers in Amstetten.

Laufende Informationen zum Projekt findet man unter www.netz-noe.at/uw-amstetten und bei weiteren Fragen gerne eine Nachricht an dialog@netz-noe.at.

Im Versorgungsgebiet des Umspannwerkes Amstetten befinden sich rund 14.900 Kundenanlagen. Die Investitionen dieses Projektes liegen bei rund 17 Mio. Euro.

Netz-Ausbau bis 2030

Der Weg in eine „erneuerbare Energiezukunft“, stellt uns als Gesellschaft vor große Herausforderungen.

Dabei geht es nicht nur um die Errichtung von Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Es geht darüber hinaus auch um die notwendige Infrastruktur, um diese wertvolle Energie zu den Abnehmern zu bringen.

Das niederösterreichische Stromnetz ist fast 1,5 x so lang wie der Äquator. Ein großer Teil wurde in einer Zeit errichtet, in der von Wärmepumpen oder E-Mobilität noch keine Rede war. Ganz zu schweigen von Konsumenten, die durch Photovoltaikanlagen oder Energiegemeinschaften selbst zu Stromproduzenten werden und Energie ins Netz einspeisen. Netzbetreiber wie die Netz NÖ stehen nun vor der riesigen Aufgabe, diese Netzinfrastruktur fit für die Energiezukunft zu machen.

Um die Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie „auf den Boden bringen zu können“ muss das Stromnetz in vergleichbar kurzer Zeit auf den verschiedenen Ebenen modernisiert und ausgebaut werden.

Das Modernisierungsprogramm der Netz NÖ bis 2030 umfasst:

  • Neu- oder Ersatzneubau von etwa 40 Umspannwerken inkl. Anschlussleitungen (dzt. sind 92 Umspannwerke in Betrieb)
  • jährlicher Zubau von etwa 700 Trafostationen (langjähriger Schnitt von etwa 250 Stationen)
  • Verlegen von etwa 1.000 km Mittel- und Niederspannungskabel pro Jahr

Die Netz NÖ investiert allein in diesem Geschäftsjahr mehr als 360 Mio. Euro in den Ausbau der Infrastruktur.

Netz NÖ

Für den Transport und die Verteilung von Strom verfügt Netz NÖ in Niederösterreich über ein modernes Leitungsnetz mit einer Gesamtlänge von etwa 56.400 km.

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