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| 09.09.2026

Stadtbus und IKW erhalten VCÖ-Mobilitätspreis

„Beim VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich 2026, der vom VCÖ in Kooperation mit den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) unterstützt wurde, wurden 48 Projekte eingereicht. Die ausgezeichneten Projekte hätten die Fachjury überzeugt und die Auszeichnung solle ein Anstoß dafür sein, weiterzuarbeiten, so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Der Preis stand unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“. Gesucht waren innovative Projekte, die dazu beitragen, Mobilität und Gütertransport umweltverträglicher, energieeffizienter und gesünder zu gestalten und das Verkehrssystem zukunftsfit zu machen.

Die Preisträger 2026

Der VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich 2026 ging an das Ziviltechnikbüro IKW ZT aus Amstetten für das betriebliche Mobilitätsmanagement. Das Unternehmen setzt umfassende Maßnahmen für eine umweltverträgliche Mobilität am Arbeitsweg und bei Dienstfahrten um. 29 der rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein vom Unternehmen zur Verfügung gestelltes Klimaticket. 19 Beschäftigte haben ein Leasingrad. Der Autofuhrpark mit 23 Fahrzeugen ist zur Gänze elektrifiziert. Am Firmenparkplatz gibt es 19 Ladepunkte, gespeist mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage oder durch Ökostrom von den Stadtwerken Amstetten. Zudem stehen für Dienstfahrten vier Elektrofahrräder, zwei herkömmliche Fahrräder und vier E-Scooter zur Verfügung. Fünf Elektroautos können die Beschäftigten als Sharing-Fahrzeuge auch privat nutzen.

Als weiteres vorbildliches Projekt wurde der Stadtbus Amstetten ausgezeichnet. Seit Juli 2025 fahren in Amstetten statt Diesel-Busse Elektrobusse, die mit regional produziertem Ökostrom betrieben werden. Früher bedeutete jeder gefahrene Kilometer einen Abfluss von kommunalem Budget für fossile Treibstoffimporte ins Ausland, heute bleibt die Wertschöpfung in der Region. Zusätzlich sind die Elektrobusse leiser und verursachen keine Abgase, was für die Anrainerinnen und Anrainer sehr positiv ist. Die Umstellung von Diesel auf erneuerbaren Strom vermeidet pro Jahr 190.000 Kilogramm klimaschädliches CO2. Die Niederflur-Busse sind barrierefrei, im Innenraum gibt es Platz für Rollstühle, Kinderwagen und Rollator. Zusätzlich wurde mit der Umstellung auf Elektrobusse das Angebot ausgeweitet. Es gibt nun sieben Linien, auf den drei Hauptrouten verkehren die Busse zur Hauptverkehrszeit im 20-Minuten-Takt.

Für ihr Kinder- und Jugendmobilitätskonzept wurde die Marktgemeinde Wiener Neudorf ausgezeichnet. Umgesetzt werden in der Gemeinde zahlreiche Maßnahmen, damit Kinder und Jugendliche sicher, selbstständig und umweltfreundlich mobil sein können. Neue Geh- und Radwege, sichere Querungen und gute Sichtbeziehungen machen die Schulwege sicherer, bei Schulen und Kindergärten wurde die Zahl der Abstellplätze für Roller und Fahrräder deutlich erhöht, für Kinder der vierten Volksschulklasse gibt es Workshops, in denen den Kindern die sichere Nutzung des öffentlichen Verkehrs, das Lesen von Fahrplänen sowie sichere Schulwege zu Fuß oder mit dem Rad zur weiterführenden Schule näher gebracht werden.

„Es geht immer um neue und frische Ideen und die brauchen wir, wenn wir uns die aktuelle Situation anschauen“, sprach LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf den extrem trockenen und heißen Sommer, die hohen Spritpreise, aber auch die täglichen Verkehrsunfälle an. „Es geht letztendlich um die Steigerung der Lebensqualität für alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher und den Erhalt einer gesunden Umwelt und Heimat“, gratulierte der LH-Stellvertreter den Preisträgern.

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