
Die Stadtgemeinde Amstetten startet eine Aufklärungskampagne unter dem Motto „Gemeinsam gegen Gewalt“. Ziel ist es, Betroffene zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, und zugleich das Bewusstsein in der Bevölkerung zu stärken.
Frauen- und Familienstadträtin Elisabeth Asanger, BA, betont: „Gewalt hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Wir wollen zeigen, dass es Hilfe gibt und niemand mit Gewalt allein gelassen wird.“
Die Kampagne informiert über Beratungsstellen und stellt das sogenannte „stumme Handzeichen“ vor – eine einfache Geste, mit der Betroffene diskret signalisieren können: „Ich brauche Hilfe.“ Wird dieses Zeichen wahrgenommen, soll ruhig reagiert, diskret Unterstützung angeboten und die Situation nicht konfrontativ angesprochen werden. Bei akuter Gefahr ist umgehend die Notrufnummer 112 oder 133 zu wählen.
Der Aufkleber wird in Kürze unter anderem beim Bürgerservice im Rathaus sowie in den Ortsvorstehungen kostenlos erhältlich sein. Ziel ist es, das „stumme Handzeichen“ bekannter zu machen und möglichst vielen Menschen zu zeigen, wie sie in solchen Situationen richtig reagieren können.
Mitinitiatorin Carmen Hosa erklärt: „Ich habe ähnliche Sticker bereits in Österreich gesehen. Die Idee für eine Umsetzung in Amstetten hatte ich nach einer Kundgebung zur Gewaltprävention. Öffentliche Räume bieten eine niederschwellige Möglichkeit, das Handzeichen bekannt zu machen, damit es im Ernstfall erkannt wird und Hilfe organisiert werden kann. Es freut mich sehr, dass Stadträtin Elisabeth Asanger die Idee sofort aufgegriffen und in Amstetten umgesetzt hat.“
Der neue Aufkleber ist übersichtlich gestaltet, informiert über Beratungsstellen und ist zweisprachig ausgeführt.
Gemeinderätin Birgit Kern, die sich seit Jahren für Gleichstellung und Gleichberechtigung einsetzt, betont: „Gewalt gegen Frauen und Mädchen darf niemals als privates Problem gesehen werden. Es ist wichtig, dass wir hinschauen, aufmerksam sind und Betroffenen zeigen: Du bist nicht allein.“
„Je mehr Menschen das stumme Handzeichen kennen, desto leichter können Betroffene rasch Unterstützung bekommen“, unterstreicht Gemeinderätin Claudia Weinbrenner.




