
Spannende Einblicke in die globale Reise der Schokolade erhielten kürzlich die Schüler:innen der 1. und 3. Klasse der Privaten Mittelschule Amstetten. Beim Südwind-Workshoptag „Der Schokolade auf der Spur“, organisiert in Kooperation mit der Stadtgemeinde Amstetten, lernten die Kinder gemeinsam mit Südwind-Referentin Sabine Gruber mehr über Kakaoanbau, globale Lieferketten und fairen Handel. Dabei wurde die Private Mittelschule als „Global Action School“ ausgezeichnet.
Schokolade gehört für viele Menschen zum Alltag: In Österreich werden jährlich rund 8,5 Kilogramm pro Kopf verzehrt. Europa und die USA beanspruchen rund 75 Prozent des weltweiten Kakaokonsums. In den Ländern, in denen Kakao angebaut wird, ist Schokolade hingegen nur selten ein alltäglicher Genuss. Im Workshop begaben sich die Schüler:innen auf Spurensuche: Wie sieht eine Kakaofrucht aus? Was ist Kakaobutter? Warum wächst Kakao nicht in Österreich? Und welche Auswirkungen hat die Klimakrise auf die Produzent:innen im Globalen Süden?
Zum Abschluss wurden die Schüler:innen selbst aktiv: Sie stellten gemeinsam Schoko-Pralinen mit fair gehandeltem Kakaopulver aus dem Weltladen her. Besonders überrascht waren viele Kinder über die ungleiche Verteilung des Gewinns bei einer Schokoladentafel. Für sie stand am Ende fest: Wer so viel Arbeit leistet, soll auch fair dafür bezahlt werden – auch Schokolade muss fair sein!
Auch die Private Mittelschule Amstetten setzt sich für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit ein. Nun wurde die Schule von Südwind als „Global Action School“ (GAS) ausgezeichnet. Das Schulnetzwerk zeichnet seit 2006 Schulen aus, die sich in besonderer Weise um eine gerechte Welt in ihrer Bildungsarbeit bemühen. Ziel des Projektes „Global Action Schools“ ist es, Sensibilität für globale Fragen zu schaffen und Globales Lernen verstärkt an die Schulen, aber auch in Gemeinden, zu bringen.





