UmweltWirtschaft
| 15.01.2026

Nächster Schritt für Amstettens Energiewende

Der erfolgreiche Anschluss des Finanzamts Amstetten an das regionale Fernwärmenetz ist ein weiterer Schritt der umfassenden Energie- und Klimastrategie Amstettens Richtung Klimaneutralität 2040. Neben der Sparkasse, dem Rathaus, dem Service Point, Hotels und Einkaufszentren ist nun auch die Bundesverwaltung am Hauptplatz komplett dekarbonisiert, sprich ohne CO₂-Emissionen.

„Der Fernwärmeausbau verbindet wirtschaftliche Stärke mit verantwortungsvollem Handeln. Der Anschluss des Finanzamts Amstetten steht für funktionierende regionale Kooperationen, regionale Wertschöpfung und eine Energieversorgung, die langfristig tragfähig und nachhaltig ist“, so Gerhard Irxenmayer MBA, Stadtrat für Wirtschaft und Sport der Stadt Amstetten.

Die langjährige Partnerschaft zwischen Biowärme Amstetten-West GmbH (BAW), ein Unternehmen der Stadtwerke Amstetten GmbH und der EVN Wärme GmbH, Stadt Amstetten und der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) setzt sich damit erfolgreich fort. Ziel der Kooperation ist es, alle öffentlichen Gebäude in Amstetten klimaneutral mit Wärme zu versorgen. Ein Vorhaben, das nicht nur lokal, sondern auch national von Bedeutung ist: Österreich strebt laut Bundesregierung bis 2040 Klimaneutralität an. Auch die Bundesimmobiliengesellschaft setzt auf eine zukunftsorientierte Wärmeversorgung und treibt den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen österreichweit aktiv voran.

Mit dem Anschluss des Finanzamts Amstetten an das regionale Fernwärmenetz, für dessen technische Umsetzung sich die Fa. Hopferwieser + steinmayr verantwortlich zeigt, wird ein weiteres zentrales Bundesverwaltungsgebäude nachhaltig mit Wärme aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. Nach dem Bezirksgericht und dem Arbeitsmarktservice (AMS) ist das Finanzamt Amstetten bereits das dritte öffentliche Objekt, das im Rahmen der Kooperation zwischen BAW und BIG an das regionale Fernwärmenetz angeschlossen wurde.

Die bisherige fossile Wärmeversorgung konnte vollständig ersetzt werden. Dadurch werden jährlich rund 26,4 Tonnen CO₂-Äquivalent eingespart. Gleichzeitig stärkt der Fernwärmeanschluss die regionale Wertschöpfung, nutzt erneuerbare Energie aus der Region und erhöht die langfristige Versorgungssicherheit.

„Amstetten zeigt, wie Energiewende auf kommunaler Ebene erfolgreich umgesetzt werden kann, nachhaltig, regional und mit Wirkung über die Stadtgrenzen hinaus“, betonen Geschäftsführer der BAW Ing. Jürgen Hürner und DI Dr. Andreas Oberhammer gemeinsam mit Stadtrat Gerhard Irxenmayer MBA.

Ergänzend zu diesen Maßnahmen setzt die Stadt auch bei der Stromversorgung auf 100 % österreichische Herkunft und treibt den Photovoltaik-Ausbau mit dem Ziel von über 30 MWp bis 2030 weiter voran.

Im Bereich Mobilität nimmt Amstetten ebenso eine Vorreiterrolle ein. Seit Juli 2025 sind ausschließlich elektrische Citybusse im Einsatz und leisten einen weiteren Beitrag zur Emissionsreduktion sowie zur Verbesserung der Luftqualität, insbesondere im Innenstadtbereich rund um den Hauptplatz.

zurück zur News-Übersicht
Nach oben scrollen