
Marktgärtnereien zeichnen sich durch standardisierte, schmale Beete aus, die eine effiziente Bearbeitung per Hand oder mit leichten Geräten ermöglichen. Durch den bio-intensiven Anbau mit engen Pflanzabständen und einer gezielten Förderung der Bodenfruchtbarkeit (Humusaufbau) erzielen sie besonders hohe Erträge auf kleiner Fläche. Die Ernte wird oftmals unmittelbar an die lokale Bevölkerung vermarktet.
Im Zuge eines Diskussionsabends in der Bezirksbauernkammer Amstetten, konnten die zuständigen Stadtpolitiker, Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder und Vizebürgermeister Markus Brandstetter, gemeinsam mit Klimaschutzgemeinderätin Birgit Kern über 40 Teilnehmer:innen begrüßen. Alfred Grand von Grand Garten und Mag. DI Andrea Pölz von der Landwirtschaftskammer NÖ zeigten mit ihren Vorträgen, welch Potenzial in der Marktgärtnerei liegt.
„Die Forschungslandwirtschaft von Alfred Grand, die als Marktgärtnerei geführt und wissenschaftlich begleitet wird, hat sich der Produktion regionaler Lebensmittel verschrieben. Der Betrieb, der auf einer Kleinstfläche produziert, fand großes Interesse. Im Gegensatz zur industriellen Landwirtschaft wird hier auf kleiner Fläche, oft unter 3 Hektar, eine enorme Vielfalt an Kulturen angebaut, meist unter Verzicht auf schwere Maschinen“, berichtet Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder.
Die Stadt Amstetten beschäftigt sich aktuell intensiv mit der Grünraumgestaltung, der Lebensmittelsicherheit und den Auswirkungen von Hitzephasen. Amstetten ist somit im Rahmen des europäischen Projekts „Arcadia“, eine der Vorbildstädte für Europa. Gemeinsam mit Experten aus Bund und Land und vor allem den Betroffenen selbst, der Bevölkerung Amstettens und regionalen Produzenten, werden Ideen und Projekte besprochen.
„Im Rahmen von Arcadia durften wir einmal mehr viele Amstettnerinnen und Amstettner begrüßen, aber auch Landwirte und Direktvermarkter. Wir beschäftigen uns hier gemeinsam mit neuem Grünraum, der Schaffung öffentlicher Grätzltreffs und Gärten, sowie der Produktion und Versorgung mit regionalen Lebensmittel. Es war ein intensiver Austausch und wir wollen uns schon in Kürze einige Musterbetriebe ansehen. Zusätzlich sind bereits einige konkrete Projektideen in Umsetzung, die wir in Kürze präsentieren dürfen“, berichtet Vizebürgermeister Markus Brandstetter.
Brandstetter und Pfaffeneder bedanken sich besonders bei der Bezirksbauernkammer für die Kooperation und die zur Verfügungstellung der Räumlichkeiten.
Interessierte können sich gerne unter umwelt@amstetten.at über die weiteren Termine informieren.




