von NÖ Landesgesundheitsagentur

Hitzeaktionstag als Impuls für grenzüberschreitende Gesundheitsinnovation – Projekt HACK-IT-NET stärkt Zusammenarbeit und fördert innovative Lösungen im Umgang mit Klimarisiken
Die Auswirkungen des Klimawandels stellen das Gesundheitswesen zunehmend vor neue Herausforderungen – insbesondere Hitzewellen zählen zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken in Europa. Im Rahmen des EU-geförderten Interreg Alpine Space Projekts HACK-IT-NET fand am 9. Juni 2026 ein Hitzeaktionstag im Pflege- und Betreuungszentrum Amstetten statt, der Vertreterinnen und Vertreter aus dem Gesundheits- und Pflegebereich zusammenbrachte, um innovative und grenzüberschreitende Lösungsansätze zu diskutieren und weiterzuentwickeln.
„Die zunehmende Häufigkeit von Hitzeperioden zeigt deutlich, dass wir neue Wege in der Gesundheitsversorgung gehen müssen. Der Austausch mit internationalen Partnerinnen und Partnern eröffnet uns dabei wertvolle Perspektiven und ermöglicht es, gemeinsam wirksame Maßnahmen zu entwickeln“, betont die Vorständin der NÖ Landesgesundheitsagentur, Mag. Dr. Elisabeth Bräutigam, MBA.
Der Hitzeaktionstag ist Teil einer Reihe von Aktivitäten im EU-Projekt HACK-IT-NET, das darauf abzielt, die Innovationsfähigkeit im Gesundheits- und Pflegebereich im Alpenraum nachhaltig zu stärken. Durch die enge Zusammenarbeit von Partnerorganisationen aus Österreich, Italien, Deutschland, Slowenien, Frankreich und der Schweiz entsteht so ein starkes Netzwerk für den Wissens- und Innovationstransfer.
Ein besonderes Augenmerk im Projekt HACK-IT-NET liegt auf sogenannten Pilotaktionen, in denen neue Ansätze unter realen Bedingungen getestet werden. Das Pflege- und Betreuungszentrum Amstetten dient in Niederösterreich als zentrale Testumgebung. Hier wird aktuell gemeinsam mit der Einrichtung ein ganzheitlicher Ansatz zum Hitzeschutz entwickelt und getestet, das unter dem Namen Care4Heat als 4-Jahreszeiten-Konzept angelegt ist. Ziel ist es, Maßnahmen so zu gestalten, dass sie im Pflegealltag praktikabel sind, von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie dem Personal angenommen werden und sich auch auf andere Einrichtungen übertragen lassen.
Der Hitzeaktionstag griff diese Themen auf und brachte Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Im Fokus der Veranstaltung standen sowohl die Bewusstseinsbildung als auch die Diskussion konkreter Maßnahmen zur Prävention hitzebedingter Gesundheitsrisiken. Neben fachlichen Inputs lag ein besonderer Schwerpunkt auf dem Austausch von Erfahrungen, sowohl zwischen Organisationen aus dem Pflege- und Betreuungsbereich, als auch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Angehörigen. Der Hitzeaktionstag bot somit eine wichtige Plattform, um voneinander zu lernen, Perspektiven zu verbinden und gemeinsam neue Strategien zu entwickeln.
Der Hitzeaktionstag verdeutlichte einmal mehr, dass auch klimabedingte Gesundheitsrisiken nicht an Landesgrenzen haltmachen. Vielmehr erfordert ihre Bewältigung eine koordinierte, innovative und grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Mit dem EU-Projekt HACK-IT-NET wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um den Alpenraum widerstandsfähiger, gesünder und nachhaltiger zu gestalten – zum Vorteil von Gesundheitssystemen, Fachkräften und insbesondere der Bevölkerung.



