Allgemein
| 07.04.2026

Fragen & Antworten zur Sicherung der Stollenanlagen in Amstetten

Stollen Kreuzberg (Foto: Burghauptmannschaft)

Wo befinden sich die Stollen und wer ist dafür verantwortlich?
Die Republik Österreich/die Burghauptmannschaft ist Eigentümerin der Luftschutzstollen am Kreuzberg und Reitbauernberg und damit für die Sicherung verantwortlich. Die Anlagen haben einen Umfang von insgesamt ca. zwei Kilometern. Für das Bauvorhaben ist als Behörde das Bauamt der Stadtgemeinde zuständig. Das Genehmigungsverfahren wurde im Dezember 2025 eingeleitet und wird derzeit vom Bauamt bearbeitet.

Was ist der Grund für das Bauprojekt?
Geologische und bautechnische Untersuchungen haben zunehmende Verfallserscheinungen (inklusive tw. Wasserzutritte) der betroffenen Stollenanlagen bestätigt. Um die darüberliegenden Grundstücke dauerhaft abzusichern und potenzielle Risiken auszuschließen, ist daher eine dauerhafte Stabilisierung der betroffenen Flächen mittels Verfüllung der bekannten Stollenhohlräume geplant.

Wie wird die Sicherung durchgeführt?
Die Stollen werden abschnittsweise mit einem speziellen Baumaterial auf mineralischer Basis verfüllt. Dazu werden von der Oberfläche aus – teilweise vertikal, tw. schräg – Bohrungen in die Tiefe vorgenommen. Das Material wird durch diese Bohrlöcher eingebracht, verteilt sich in den Hohlräumen und härtet nach ca. 8-9 Wochen vollständig aus.

Wie sieht der vorläufige Zeitplan für das Projekt aus?
Nach dem derzeitigen Bauzeitplan sind für die Verfüllbohrungen ca. sechs Wochen pro Anlage veranschlagt, inkl. der Vorbereitungen und Wiederherstellungstätigkeiten ca. 7-8 Monate. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im April 2026 beginnen und sind in mehrere Phasen gegliedert – durchgeführt von Baufirmen, die auf Stollenverfüllungen spezialisiert sind. Voraussichtlich wird das Projekt inkl. Vorbereitungen und Wiederherstellung rund 10-12 Monate dauern. Ein konkreter Bauzeitenplan wird nach Vorliegen des Baubescheides, sowie der Beauftragung der Baufirma (Start der Ausschreibung vorauss. Q1) veröffentlicht.

Welche Belastungen sind während der Bauarbeiten zu erwarten?
Es wird punktuell zu Lärm- und Staubentwicklung und eingeschränktem Zugang zu anliegenden Wanderwegen und Durchgängen kommen. Weiters ist mit der Anlieferung von Baumaschinen sowie des Baumaterials mittels LKW zu rechnen. Die Arbeiten werden abschnittsweise durchgeführt, um die Belastungen zeitlich und räumlich zu begrenzen. Auch das Verkehrskonzept (inkl. Anzahl an LKW-Fahrten, Art und Typen von Baugeräten) ist Teil der Ausschreibung, zu der Spezialtiefbaufirmen eingeladen werden.

Wie wird die Sicherheit für die Anrainer:innen während der Bauarbeiten gewährleistet?
Das Vorliegen eines Sicherheitskonzeptes ist für die Baufirmen bereits im Rahmen der Ausschreibung verpflichtend. Der Baustellenbetrieb wird durch regelmäßige Kontrollen und baubegleitende geologische Überwachung abgesichert.

Fallen für die Anrainer:innen irgendwelche Kosten an?
Nein, den Anrainer:innen entstehen durch das Bauprojekt der Stollensicherung keine Kosten. Die Burghauptmannschaft sorgt nach Beendigung der Bautätigkeit für die Wiederherstellung von benutzten Flächen wie den Wegen bzw. für die Rekultivierung (zB von Grünflächen). Dabei wird der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt.

Sind öffentliche oder private Grundstücke vom Bauprojekt betroffen?
Es trifft beides zu. In einigen Fällen ist bei beiden Stollen der Zugang zu privaten Grundstücken notwendig, um die erforderlichen Bohrungen durchzuführen. Wo es bautechnisch möglich ist, werden die Bohrungen auf öffentlichem Grund durchgeführt. Die direkt von den Bohrungen betroffenen Eigentümer:innen wurden im Dezember persönlich informiert und haben bereits alle ihre Zustimmung gegeben.

Wird der Zugang zu Grundstücken oder Straßen eingeschränkt?
Temporäre Einschränkungen sind möglich, etwa für Baustellenzufahrten oder Materialtransporte. Diese werden zeitgerecht vorangekündigt. Die Zufahrten für Einsatzfahrzeuge bleiben jederzeit gewährleistet.

Wer ist Ansprechperson bei Fragen und für weiterführende Informationen?Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation (Burghauptmannschaft Österreich) Fabian Karner (fabian.karner@burghauptmannschaft.at)
Nach der Erstinformation der direkt betroffenen Anrainer:inner und relevanten Medienvertreter:innen Ende letzten Jahres sind weitere Termine für die Bewohner:innen Amstettens im Frühjahr 2026 inkl. einer Bürger:innen-Informationsveranstaltung geplant.

Projektleitung im Auftrag der Eigentümerin: Martin Scheiber, S Consult GmbH

Ombudsstelle für Anrainner:innen: Karin Wiesinger (Wiesinger PR): amstetten@burghauptmannschaft.at
+43 1 536 49-814606

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