In den letzten Jahren stand Amstetten mit seinen Projekten laufend im Fokus von Besuchergruppen. Von Vertretern der Landeshauptstädte bis hin zu Expertenrunden reichte dabei das Spektrum der Besucher:innen. Aber auch die Amstettner Stadtpolitik nutzt regelmäßig den Austausch und so besuchte eine kleine Delegation Wels. Im Mittelpunkt stand die Stadtentwicklung und Straßenerhaltung. Für diesen Aufgabenbereich verwendet die Stadtverwaltung in Wels seit diesem Frühjahr ein interessantes KI-Tool.
Die Idee ist dabei simpel – denn ein Handy wird in einem Müllfahrzeug fixiert und fotografiert dabei den Straßenraum. Da die Müllautos quasi alle Straßen regelmäßig abfahren, hat man nach Auswertung der Fotos durch die KI eine Übersicht des Straßenzustandes. Mit Hilfe dieser Auswertung können die zuständigen Techniker Schäden rasch erkennen und somit Arbeitsaufträge und Jahresplanungen erstellen. Mittlerweile ist dieses KI Tool auch in europäischen Großstädten erfolgreich im Einsatz.
„Wir wollen unserer eigenen Verwaltung Werkzeuge in die Hand geben, die ihnen mühsame und teure Arbeitsvorgänge ersparen. Gerade in Zeiten in denen Aufgaben komplexer werden und laufend neue Arbeitsfelder hinzukommen, müssen wir uns genau ansehen wo wir das Team entlasten können. Für uns war es ein wichtiger Austausch, da es um Praxistauglichkeit und vor allem auch rechtliche Fragen geht“, berichtet der für Stadtentwicklung zuständige Vizebürgermeister Markus Brandstetter.
„Wir lassen aktuell prüfen, ob dies im Rahmen der Amstettner Stadtverwaltung eingesetzt werden kann. Denn eines ist uns wichtig, solche Anwendungen müssen in erster Linie dem Menschen dienen und eine Entlastung im täglichen Arbeitsablauf darstellen“, betont Bauausschussvorsitzender Gemeinderat Bernhard Wagner.




